Andalusien ist eine Reise wert

Andalusien
Andalusien – Sevilla

Andalusien  im Sommer ist so etwas wie ein kleiner Geheimtipp. In Asien herrscht Regenzeit, in den arabischen Ländern ist es zu heiß und in Down Under ist Winter.

Warum also nicht Spanien abseits der Küste erkunden?

Beginn der Rundreise durch Andalusien war Malaga und dann im Uhrzeigersinn über Gibraltar nach Jerez de la Fontera, Sevilla, Cordoba, Granada und wieder zurück.

Ankunft am Flughafen Malaga und es zeigt sich, dass die Entscheidung für dieses Ziel die richtige war, denn es gibt SONNE! Ja, es gibt sie noch und sie sollte auch nicht mehr verschwinden. Blauer Himmel für die gesamten Dauer der Reise.

Schnell noch den Mietwagen abholen und dann geht´s los. So die naive Vorstellung. In der Flughafenhalle mit sämtlichen Autovermietungen ist die gebuchte nicht zu finden. Eigenartig, hat der deutlich günstigere Preis doch einen Haken? Checke die Buchungsbestätigung. „Büro befindet sich im Terminal“, steht da.

Selbstverständlich ist das falsch und die Vermietung befindet sich außerhalb des Flughafen. Auf zur Bushaltestelle, auf den Shuttlebus warten der einen ans Ziel bringt. Wäre doch alles einfach, wenn die so etwas einem mitteilen würden.

Malaga

Andalusien - Malaga

Wie ist Malaga? Ehrlich gesagt nicht sonderlich beeindruckend. Die Stadt besitzt einen Hafen direkt vor der Tür, der scheint jedoch hauptsächlich für Containerschiffe erbaut worden zu sein. Was ihn wiederum nicht nicht gerade zu einer  Touristenattraktion macht. Hin und wieder fährt ein Fähre rüber nach Nordafrika aber das war´s dann auch schon. Wer auf der Suche nach Luxusyachten der Schönen und Reichen ist ist hier falsch.

In der Innenstadt gibt es sie noch, die schönen alten restaurierten Häuser die durch schmalen Gassen zu erreichen sind. Angesichts der Größe dieser Stadt ist das jedoch ein sehr überschaubarer Bereich.

 

Gibraltar

oder England mit Sonne. Es ist schon verrückt. Ein kleines Fleckchen britisches Hoheitsgebiet auf dem spanischen Festland. Um den Kreidefelsen zu betreten muss man die Grenze überqueren was als Fußgänger völlig unproblematisch ist. Für die Autofahrer sieht das Ganze dagegen wesentlich beschwerlicher aus. Nach den neuesten, immer mal wieder aufkommenden Streitigkeiten zwischen Spanien und die dem vereinigten Königreich, wurden die Grenzkontrollen verschärft, was sich in einem endlosen Stau zeigt. Aber es ist ohnehin keine gute Idee das Auto zu nehmen, denn Parkplätze gibt es schlichtweg nicht.
Das vielleicht ungewöhnlichste an Gibraltar ist der Weg in die Stadt. Hier überquert man tatsächlich eine echte Landebahn die ins Meer gebaut wurde. Flugzeuge starten und landen eher selten. Es geht wohl mehr um Stärke zeigen als um ernst zunehmenden Flugverkehr.
Das Städtchen hat ein paar nette kleine Gassen mit unzähligen Geschäften ist jedoch mehr Touristenhotspot als eine Stadt in der es sich zu leben lohnt.

 

Jerez de la Frontera

Jerez begrüßt einen nicht unbedingt mit seiner schönsten Seite. Die typischen Vororte in Andalusien mit ihren Plattenbau ähnlichen Gebäuden sind auch hier überall vertreten. Und es stellt sich im ersten Augenblick die Frage warum diese Stadt im Reiseführer erwähnt ist. Glücklicherweise trügt der erste Eindruck. Die Stadt,  die die Cherryproduzenten zu ihrem Hauptsitz ernannten, bietet das was sich der Besucher vorstellt. Historische Gebäude, nett hergerichtet und bereit bewundert zu werden. Es gibt nichts wirklich Spektakuläres zu entdecken doch der Mix aus verwinkelten Gassen und entspannter Atmosphäre ist einen Besuch wert.

 

 

Sevilla

die Schöne und diesen Namen trägt sie zurecht denn sie ist die schönste Stadt in Andalusien. Die imposante Kathedrale im Zentrum von Sevilla oder Plaza de Espana mit seinem angrenzenden Park sind nur einige der beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Sevilla ist mehr Stadt als die anderen Orte und lädt  trotzdem ein sie zu Fuß oder per Rad zu erkunden. Ob ein Spaziergang am Fluss oder ein kühles Getränk in einem der vielen kleinen Cafes für jeden sollte etwas dabei sein.

 

 

Granada

der Geheimtipp für einen Andalusien Besuch.

Bis zum Besuch dieser Stadt war Granada für mich völlig unbekannt und dementsprechend gering war auch die Erwartungshaltung. Doch weit gefehlt. Es gibt die Alhambra auf einer Anhöhe  über der Stadt  die besonders bei Sonnenuntergang von allen Seiten der Stadt ein wunderbares Panorama bildet.

Es gibt die so oft schon erwähnten kleinen Gassen die sich hier durch den ziemlich hügeligen Ortskern schlängeln und hinter jeder Kurve zahlreiche Fotomotive bieten. Sich einfach durch die kleinen Gassen treiben lassen und die Kamera im bereit zum abdrücken. Es gibt immer was zu sehen.

Tipp:

Ab Anbruch der Dunkelheit treten  überall in der Stadt Gitarrenspieler auf.  Begleitet von Flamencotänzerinnen eine wunderbare Möglichkeit den Tag ausklingen zu lassen.

 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Andalusien auf jeden Fall eine Reise wert. Von den Bergen der Sierra Nevada bis runter zum Meer gibt es überall spektakuläre Landschaften zu besichtigen die jedem etwas bieten.