19 Tage Bali oder das kleine Paradies

Bali. The paradise island.

Das ist überall auf Fahnen  im Land zu lesen und vorweg genommen, es stimmt.

Mit einem Abstecher nach Singapur kam ich nach Bali. Eine Insel über den ich im Grunde genommen nicht soviel wusste aber die Reiseführer viel Interessantes  versprachen.

Die Ankunft war bereits positiv denn es schien die Sonne. Weit und breit keine Wolke am Himmel zu sehen. Viele werden jetzt sagen „ Macht ein bisschen Sonne so viel aus?“

Ja, macht es. Einer der Gründe aus dem dauer bewölkten Deutschland zu fliehen. Und wer will schon um den halben Erdball fliegen um dann das gleiche Wetter vorfinden?

Seyminak,

im Norden von Kuta hieß das  Ziel.  Während die Hauptstadt der ideale Ort für jugendliche Partymacher ist, ist Seyminak eher für die Ü30 Generation.

Am Strand laden zahlreiche Bars und Cafes zum chillen ein und am Ende eines Tages den wunderbaren Sonnenuntergang zu genießen. Für all diejenigen die das weltweit gleiche Hotelfrühstück  nicht mögen und lieber am Strand den Tag beginnen sei das Capris Cafe empfohlen. Für jeden Geschmack etwas und den Blick auf´s Meer gibt´s kostenlos dazu.

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Rund um den Seminyak Square finden die Einkaufswilligen diverseste Möglichkeiten. Speziell die fashion victims und Kunstliebhaber werden dort sicherlich fündig. Alles ein wenig schicker als im Rest von Bali.

Generell ist die Gegend rund um Seminyak   ziemlich ideal um Erkundungen im Umland zu unternehmen. Im Norden ist man in wenigen Kilometern in Canggun oder kann die Tempelanlage  Tanah Lot besichtigen.

 

Canggun ist eher ein „normaler“ Ort in Bali mit einigen Touristen also ganz anders als die Touristenhochburg Kuta.  Es gibt einige tolle Strände zum surfen oder einfach nur in der Sonne liegen. Natürlich überall gesäumt von diversen  Warungs. Das sind überhaupt die entspannten Plätze mit tiefenentspannten Menschen. Alles nach dem Motto: No worries. So wie man es von den Australiern kennt die auch den überwiegenden Teil der Touristen darstellen. Auf den Wellen reiten und den Tag genießen. Das ist es worum es hier geht.

 

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Südlich von Seminyak  folgt Legian und schließlich Kuta. Aber das sind nur Namen auf dem Papier. In Wirklichkeit ist alles ein großer in sich verschmolzener Ort dessen Party und Einkaufszentrum in Kuta mündet. Wer die indonesische Variante von Mallorca sucht ist hier richtig.

Wer eher auf der Suche nach den kleinen versteckten Buchten ist muss weiter Richtung süd-westen von Bali  fahren. Wenn auch kein Geheimtipp mehr, so sei Balangan Beach und Bingin Beach empfohlen. Beide liegen ein wenig versteckt doch wer die Augen nach Hinweisschildern aufhält oder noch besser sich eine Navi App auf`s Handy packt sollte zum Ziel kommen.

Wie so oft auf Bali gibt es auch hier selbsternannte Schrankenwärter die den Obolus für das Betreten entgegennehmen. Bei 10- 20 Cent alles kein Grund sich aufzuregen.

 

bali-bingin-beachBeide Buchten sind schon so etwas wie ein kleine Paradiese. Auf einer Seite zeigt sich das Meer von seiner schönsten Seite auf der anderen die zahlreichen auf Holzpfählen errichteten Warungs die den Ausblick von einem schattigen Plätzchen aus verschönen.

Wer Surfen lernen möchte oder zuschauen wie es richtig geht kann findet hier die richtigen Leute.

Tipp:

Wie überall auf der Welt, gibt es auch auf Bali Taxifahrer die es „nicht ganz so genau nehmen“. Will sagen, der Taxameter ist plötzlich defekt, wurde nicht eingeschaltet oder irgendeine andere Ausrede führt zu einem völlig überhöhten Preis.

Daher kann ich nur dringend Taxis von Bluebird empfehlen. Das Unternehmen fährt hellblaue Fahrzeuge die am   Bluebird Schriftzug zu erkennen sind.

Es gibt inzwischen eine App mit der jederzeit ein Taxi gebucht werden kann und die einem den zu erwarteten Preis direkt anzeigt. Funktioniert äußerst zuverlässig.

 

Ubud

Das kulturelle und spirituelle Zentrum. So fängt nahezu jeder Artikel über Bali an. Vermutlich ist es das auch. Es ist aber auch eine  Stadt mit ziemlich vielen Touristen und einem riesigen Verkehrsproblem.

Im Grunde genommen gibt es 3 große Hauptstraßen auf denen sich alles abspielt und dementsprechend sieht`s auch auf den Straßen aus. Es ist eigentlich eine Schande, dass der hieraus entstehende Lärm den ersten Eindruck der Stadt trübt,  denn es gibt durchaus Einiges zu entdecken. Neben  vielen netten kleinen Geschäften und Cafes gilt auch hier die Hauptstrassen zu verlassen. Viele kleine unscheinbare Gässchen bringen einen Weg vom Trubel und plötzlich befindet man sich absoluter Ruhe. Einfach auf Entdeckungsreise gehen und sich überraschen lassen.

Wenn auf den ersten Blick auch nur schwer zu erkennen Ubud liegt inmitten von Reissfeldern. 2 besonders schöne Wanderwege durch diese Landschaft sind:

  • Ricefield Walk
  • Campuhan Ridge Walk

Beide sind nördlich der JL. Raya Ubud zu finden und durch Schilder gekennzeichnet.

 

bali-ubud-ricefield-walkWem das alles noch nicht genug ist, der kann bis nach Tegalagan fahren. Etwa 10km von Ubud entfernt. Dort gibt es  Reisterassen zu sehen wie man sie von Bali Urlaubsprospekten kennt

 

Tipp

Das Watercrestcafe Ubud in der Monkey Road. Ob ausgezeichneter Cafe oder köstliches Essen. Wer hier nichts findet ist selber schuld.

 

Gili Trawagan

Die Partyinsel, so steht es in allen Reiseführern geschrieben. Ich war Ende September dort und von Party keine Spur. Maximal eine Band auf der gesamten Partymeile und in den meisten Restaurants war gähnende Leere. Wer zu dieser Zeit die Insel besuchen möchte kann und keine Lust auf Party „all night long“ hat kann getrost in Zentrumsnähe eine Unterkunft suchen.

Wem das nicht gefällt der findet im Norden der Insel noch einige nette Übernachtungsmöglichkeiten. Ruhe und Entspannung sind hier garantiert.

Die Insel kann durchaus als kleines Paradies bezeichnet werden. Kristallklares Wasser und lange Strände gesäumt mit Palmen. All das was so mancher Urlaubsprospekt verspricht. Speziell im Norden immer wieder kleine Strandbars die zum Verweilen einladen. Entspannter geht’s nicht mehr.

Wenn du direkt von Bali zu den Gili Islands reisen möchtest bieten sich die Speedboats an. In allen größeren Orten gibt es Touristeninformationen die dir gerne ein Ticket verkaufen. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick lässt sich ein guter Preis aushandeln. Die Fährbetreiber bieten Abholung am Hotel an was alles sehr bequem macht.

Ich habe im Internet bei einem der großen Anbieter gebucht und das hat bestens funktioniert.

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