Oman – ein Hauch von 1001 Nacht

Wie ist der Oman und wo liegt Oman eigentlich?

Das hörte ich öfters als ich nach meiner letzten Reise in den Oman gefragt wurde.

Die einfache Antwort zuerst. Oman liegt südlich von Dubai und östlich von Saudi Arabien. Kurz gesagt, da wo die Sonne immer scheint.

Die Beantwortung der Frage “wie” der Oman ist, benötigt ein paar Zeilen mehr.

  • Es ist das Märchenhafte aus Erzählungen wie von Sindbad dem Seefahrer der von hier aus hinaus auf die Weltmeere fuhr was man mit dem Oman verbindet.
  • Es sind die Krummdolche die den Besitzen in ihrer  weißen “Dishdasha” perfekt kleiden und den Stolz ihrer Träger repräsentieren.
  • Es ist der Weihrauch den jeder mit dem Oman verbindet. Es ist dieser Geruch der den Duft des Orientalischen verkörpert. Und es ist so viel mehr.

In Maskat, der Hauptstadt   konzentrieren sich die Eindrücke. Maskat in ein überschaubarer Ort der seine Ursprünglichkeit noch nicht verloren hat. Für eine Hauptstadt schon fast unscheinbar.

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Corniche

Die Corniche  im Stadtteil Mutrah ist die Vorzeigemeile der Stadt. Hier zeigt sich Maskat von seiner schönsten Seite. Die Corniche lädt zum spazieren ein.
Eröffnet sie doch den Blick auf den malerischen Hafen in dem die Yacht des Sultans parkt und manchmal auch die großen Kreuzfahrtschiffe. Menschenströme machen sich dann auf das Urlaubsprospekt Oman zu fotografieren und recht bald wieder in ihre kleine schwimmende Traumwelt zu verschwinden.Gerade nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Besucher bereits auf dem Rückweg sind und die kunstvoll geformten Straßenlaternen den Boulevard in gelbes Licht hüllen, ist ein Spaziergang umso lohnenswerter.

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Fischmarkt

An der Corniche findet aber auch noch das wahre Leben statt. Am westlichen Ende bieten Fischer ihre Fänge in der offenen Markthalle an. Ob Hammerhai oder Tintenfisch auf den langen Theken wird eine Menge angeboten was uns manchmal eher gewöhnungsbedürftig als orientalisch erscheint.

Wem die Fische auf Landgang nicht zusagen, der findet hinter dem Fischmarkt den Obst- und Gemüsemarkt. Weniger gewöhnungsbedürftig und eine gute Gelegenheit die ein oder andere Frucht zu erwerben.

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Mutrah Souq

Das orientalische Oman, wie es in der Vorstellung existiert, ist unweit entfernt.

Der Haupteingang zum schönsten Souq des Landes befindet sich direkt an der Corniche.

Der Mutrah Souq, benannt nach dem gleichnamigen Stadtteil,  verbreitet das Gefühl im Orient angekommen zu sein. Der Geruch der in der Luft liegt ist eine Mischung aus Weihrauch und den vielen Gewürzen die angeboten werden.

Im dämmrigen Licht gehüllt  das Gewirr der vielen schmalen verwinkelten Gassen.

Vor 100 Jahren kann es nicht viel anders ausgehen haben. Händler bieten ihrer  typischen Art ihre vielfältigen Waren an.

Getöpferte Weihrauchbrenner oder  Textilien in der einen Ladennische, handgefertigte Silberwaren und Antiquitäten gleich nebenan. Nicht alles Antike ist so alt wie angepriesen doch muss es auch nicht sein. Hauptsache man hält ein kleines Stück Oman in den Händen.

Auf der Suche nach einem traditionellen omanischen Krummdolch? Hier stehen die Chancen gut den gewünschten  zu finden.

Ist das Objekt der Begierde gefunden ist es selbstverständlich nicht damit getan dem Händler den verlangten Preis zu zahlen.Handeln, handeln, und nochmal handeln. Alles andere wäre eine Beleidigung.

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Riyampark

Einkaufen kann  anstrengend sein und als hätten es die Stadtväter gewusst, so haben sie am anderen Ende der Corniche einen Park als Erholungsgebiet erschaffen lassen.

Eine grüne Oase im Kontrast zum ansonsten steinigen Maskat – den Riyampark
Sollten die Augen von der Sonne geblendet sein und ein Ufo am Rand des Parks sehen besteht kein Grund am eigenen Geisteszustand zu zweifeln. Das aus der Ferne unbekannte Objekt ist bei näherer Betrachtung ein überdimensionaler Weihrauchbrenner. Nicht nur ein gutes Fotomotiv sondern auch ein Aussichtsturm mit Blick über den Hafen.

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Der Oman ist ein Land der Festungen und Forts. Sind sind fast überall und so auch im Stadtteil Mutrah. Das Mutrah Fort thront eindrucksvoll über der Bucht. Am Abend mit  Scheinwerfern in Szene gesetzt werden die Vorstellungen aus 1001 Nacht real.

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Das alte Maskat

wird dominiert vom Al Alam Palast. Das in bau und gold gekleidete Gebäude ist der offizielle Sitz von Sultan Quaboos. Die Türen sind für die Öffentlichkeit verschlossen doch die herrliche Parkanlage öffnet ihre Pforten für Besucher und vermittelt einen kleinen Einblick in das Leben des Sultans.
Gemächlich geht es auch außerhalb des Palast zu. In erster Linie ein Regierungsviertel in dem Wörter wie Stress oder Hektik unbekannt sind.

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Restaurierte  Gebäude erbaut in vergangenen Tagen prägen das Bild. Viele beheimaten Ausstellungsstücke und können von jedermann besichtigt werden.

Eines der imposantesten ist das Maskat Gate Museum. Überbleibsel der alten Stadtmauer ist es auch heute noch einer der Haupteingänge zum historischen Teil der Stadt.

Die frühen Seefahrer betraten diesen Teil der Stadt vom Meer aus.Zeugen dieser Zeit sind die Forts Fort Al Jalali und Fort Miran.

Sind  befinden sich an der engsten Stelle der Bucht und wachten eins über den ankommenden Schiffsverkehr.

 

Strände

Maskat und speziell die neueren Stadtteile wurden regelrecht in die Felsen gebaut. Dabei werden oft die traumhaften Strände vergessen.

Zwischen Qurum und Al Shatti befinden sich die kilometerlange, meist menschenleere Strände.

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Erst zum Abend hin, wenn die Sonne untergeht und den weißen Sand orange färbt kommen die Omanis ans Meer.

Die Jugendlichen spielen Fussball am Strand während die Familien auf den Grünflächen den Tag bei einem Barbeque ausklingen lassen.

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Nizwa

die alte Oasenstast ist ca. 2h von Maskat entfernt. Bereits aus der Ferne ist das Fort Nizwa mit seinem in die Höhe ragenden Rundturm zu erkennen. Das restaurierte Fort kann für ein paar Rial besichtigt werden und vermittelt einen Eindruck wie das Leben seinerzeit war.

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Der 30m hohe Turm eröffnet einen wunderbaren Blick über Nizwa und auf die Palmenhaine des Wadi Ayadh.

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Als wäre dieser Ausblick nicht genug bilden die Ausläufer der Gebirge den perfekten Hintergrund für dieses Postkartenmotiv.

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Die ehemalige Hauptstadt hat aber noch mehr zu bieten. Unmittelbar neben der historischen Festung befindet sich der weiträumige Souq der aus mehreren Einzelsouqs besteht. Ein Gewürzmarkt, ein Handwerkermarkt und jeden Freitag Morgen ein Tiermarkt auf dem Schafe, Ziegen und Hühner an den Meistbietenden verkauft werden.

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Der modernisiert Souq im Westen und ist von außen nicht unbedingt als solcher zu erkennen. Freunde von Silberschmuck werden hier genau so auf ihre Kosten kommen wie Freunde von Antikem.


oman-nizwa-kioskAuf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der älteste Teil. Viele der Lehmhäuser stehen bereits leer da sie vom Einsturz bedroht sind.

Hier geht es alltäglicher zu als in den anderen Teilen. Neben den verschiedenen Gewürzen wird hier angeboten was früher Tante Emma in unseren Breitengraden zum Verkauf anbot.

Der Obst und Gemüse Souq hat gleich nebenan seine Pforten geöffnet.

Auf den ersten Blick nicht direkt zu erkennen erinnert er eher doch eher an ein großer Kühlhaus als an ein Paradies für Vegetarier.

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Wadi Bani Khalid

Einer der sehenswertesten Wadis im Oman und daher auch gerne von den Omanis am Wochenende besucht. Hinterm Schilf versteckte kleine Bäche, natürliche Wasserbecken und Palmenhaine schaffen die ideale Umgebung für einen entspannten Tag.

Die sogenannten Pools sind die eigentlichen Wasserbecken die sich in diese wunderschöne Landschaft einschmiegen.

Wer immer entlang der Pools wandert gelangt zu einem kleinen Restaurant das im Schatten den Ausblick genießen lässt. Oder es einfach den Locals gleich tun und ein Picknick unter einer Schatten spendenden Palme machen.

Der expeditionssfreudige Leser kann hinter dem Restaurant über die Felsen klettern und gelangt schließlich zu einer Höhle. Mit einer tragbaren Lichtquelle bewaffnet steht einer Entdeckungstour nichts im Weg.

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Festung Bahla Hisn Tamah

Bahla mit Sitz der Festung Bahla Hisn Tamah ist ein kleiner Ort ca. 50km von Nizwa entfernt.

Oman besitzt einige hundert Festungen doch diese ist eine der  größten Anlagen. Die Lehmfestung gelegen an der Nationalstraße 21 ist nicht zu verfehlen.

Ehemals stark zerfallen finden seit Jahren Restaurierungsarbeiten statt und lassen sie inzwischen wieder ihren alten Glanz erahnen.

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Du fragst dich was du alles aus so eine Reise mitnehmen sollst? Die ideale Packliste gibt´s hier.

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